Referenzen "Der Teufel mit den drei goldenen Haaren"

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Presse

 


 

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Frankfurter Neue Presse, Juli 2004
Einfach Märchenhaft was Moise Schmidt auf der Bühne leistet.


 

Badische Zeitung , März 2004
Am besten aber ist er im ruhigen und dichten Vortrag den er mit fast lässiger Souveränität gestaltet, getragen von einem Rhythmus, einer inneren Melodie. Dann rufen die Masken die mythologische Dimension der Geschichte auf und bleiben zugleich durchlässig für die eigene Phantasie.



Badische Zeitung, Januar 2005
Theaterspaß in der Schule
Mit Grimm'schem Märchen
RICKENBACH. Mit einer beeindruckenden Inszenierung des Grimmschen Märchens "Der Teufel mit den drei goldenen Haaren", begeisterte am Mittwoch Michael Schmidt vom Passauer Theater Maskara in der Rickenbacher Grund- und Hauptschule. Der gebürtige Laufenburger zog mit seinem lebendigen Spiel die rund 120 Kinder der Klassenstufen eins bis sechs in seinen Bann. Mithilfe verschiedener Ledermasken schlüpfte er in die Rollen der verschiedenen Märchenfiguren, war so - unter anderem - mal Glückskind, König oder Teufel. Der 38-jährige lockerte das gut einstündige Programm immer wieder musikalisch mit Gitarre, Maultrommel oder Saxophon auf. Die Schüler waren hingerissen und forderten am Ende "Zugabe". Nach einem musikalischen Ausklang, bei dem die Kinder mitsangen, stand er noch für Fragen bereit.



Badische Zeitung, März 2004
"Märchen, Mythos, Maskenspiel"
Moise Schmidt spielte "DerTeufel mit den drei goldenen Haaren" im Freiburger Vorderhaus
Da steht einer in leuchtend blauem Satin, grüßt mit Maultrommel und Gitarre - ein Musikant, ein Geschichtenerzähler, einer wie aus einer anderen Zeit: Ein Spielmann ist er, im wörtlichen Sinne, und als sie ihn im Freiburger Vorderhaus wieder von der Bühne lassen, nach siebzig Minuten, herzlichem Premierenbeifall und etlichen Verbeugungen, da fragt ein kleines Mädchen, wie um sich selbst wirklich zu vergewissern: "Und das hat er doch wirklich alles ganz allein gespielt?" Er hat. Moise Schmidt vom Theater Maskara aus Ortenburg bei Passau, 1966 in Laufenberg geboren, ausgebildet an der Spielwerkstatt Ulm und an der Ecole Philippe Gaulier London, heute zu Hause in Freiburg, hat das Grimm`sche Märchen von Teufel mit dem drei goldenen Haaren gezeigt (Regie:Ulrike Möckel): Allein. Und ganz ohne Kostümzauber, immer im blauen Spielanzug.
Aber mit Halbmasken in der Tradition der Commedia dell´arte, gefertigt aus Leder (Frieder Kahlert): Glückskind und König, Teufel und Großmutter, Prinzessin und Fährmann. Sie sind das Gesicht dieser komplexen Geschichte von Verfolgung und Rettung. Ein Kind wird in einer Glückshaut geboren. Man prophezeit, es werde mit 14 Jahren die Tochter des Königs heiraten. Der aber will die Hochzeit verhindern und schickt das Kind gleich dreimal in den Tod. Doch es kommt immer mit heiler Haut davon, selbst noch aus der Hölle, wo ihm des Teufels Großmutter beisteht und die drei goldenen Haare besorgt, die es dem König bringen soll. Am Ende hat das Glückskind alle Aufgaben erfüllt und den bösen König in die Wüste geschickt - pardon, auf den Fluss in die Unterwelt: Er muss nun auf ewig die Fähre übersetzen, während Charon glücklich befreit ist.
Die Geschichte bleibt durchlässig für die eigene Phantasie
Ein so simples wie eindrückliches Schlussbild: Boot und Fährstange sind eins, obenauf ruht die Königsmaske, schwingt hin und her, hin und her. Die leere Maske in der Hand oder auf einem Stab ruhend wird zum Gegenüber, zum Gesprächspartner, kommt in die Interaktion. Moise Schmid beherrscht den fliegenden Rollenwechsel übrigens auch in seiner clownesken und komödiantischen Spielart, erntet vergnügtes Gelächter, wenn er etwa das Räubertrio mit Gestik und Dialekten typisiert. Am besten aber ist er im ruhigen und dichten Vortrag, den er mit fast lässiger Souveränität gestaltet, getragen von einem Rhythmus, einer inneren Melodie. Dann rufen die Masken die mythologische Dimension der Geschichte auf und bleiben zugleich durchlässig für die eigenen Phantasie. Beeindruckend etwa das Spiel in der Doppelmaske zwischen Teufel und Großmutter oder die Charongestalt im mächtig kahlen Schädel, die die Kleinen in der ersten Reihe anrührt in ihrem tiefen Sehnen nach Freiheit.
Traditionelles Erzählen, schlicht wie die gemalten Bühnenbilder auf Ziehvorhängen, ohne Effekthascherei und anbiedernde Modernisierung, sondern der Reihe nach und texttreu, wie es Kinder mögen, aber lebendig, und mit allem spielmännischen Witz, der sogar über einen Texthänger ohne den geringsten Schaden trägt: So muss ein Märchenspiel sein. Zu erleben leider erst wieder im Herbst, weil Moise Schmid zuvor mit dem Nürnberger Zelttheater Comoedia Mundi auf Tournee ist. Das übrigens in Freiburg diesmal keinen Spielplatz gefunden hat. Dabei schlagen hier nicht nur Kinderherzen für die Commedia dell`arte. Gabriele Schröder


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