Der Eisenhans

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Amberger-Nachrichten

Die Tradition der Commedia

 


 

Amberger-Nachrichten

"Eisenhans" faszinierte

 


 

Trostberger Tagblatt, Januar 2001
Er ist ein Multitalent, dieser Frieder Kahlert - springend, singend, trommelwirbelnd, stimmakrobatisch und überaus witzig,so begeisterte der Märchenerzähler und -spieler mit seinem Ein-Mann-Stück "Der Eisenhans" das amüsierte Postsaal-Publikum, das beileibe nicht nur aus den Kindern bestand.

 


 

Ebersberger Zeitung, Februar 2003
Mit seiner unverwechselnbaren Erzähl- und Spielart entführte er die Kinder in die längst verloren geglaubten Welt der Märchen und erfüllte sie mit neuem Leben.

 


 

Viechtacher Bayerwaldbote, November 2002
Rauschender Beifall, riesige Begeisterung unter allen Kindern, für die Grimms Märchen "Der Eisenhans" zu einem unvergesslichem Erlebnis wurde.

 


 

Amberger Nachrichten, Mai 2004
"Eisenhans faszinierte"
Frieder Kahlert entführte Kinder ins Märchenreich
Freudenberg (asn). Es war weit mehr als nur Abwechslung vom Schulalltag, die den Schulkindern am vergangenen Dienstag von Frieder Kahlert aus Ortenburg mit seinem "Theater Maskara" und dem Stück "Der Eisenhans" geboten wurde. In zwei Vorstellungen faszinierte Kahlert die 298 Mädchen und Buben der Klassen 1 mit 6 mit seinem Ein-Mann-Theater auf schier unglaubliche Weise und ließ das Grimm'sche Märchen für die Kinder von der ersten bis zur letzten Minute zu einem spannenden Erlebnis mit Tiefgang werden.
Der Herr in rotem Frack und Kniebundhosen fesselte sein junges Publikum mit der Geschichte von dem verwunschenen König, der in einem tiefen Teich in einem ebenso tiefen Wald wohnt und schon viele Menschen verschwinden ließ. Endlich gefangen, kommt er durch die Unvorsichtigkeit des Königssohns frei. Diesem verspricht er Hilfe, falls er einmal in Not gerät. Der Königssohn zieht aus, verdingt sich bei einem fremden König als Küchenjunge, Gärtner und schließlich als Krieger. Als solcher besiegt er mit Hilfe des "Eisenhans" die Feinde. Aber erst, als der Königssohn mit Unterstützung des "Eisenhans" auch die drei goldenen Bälle der schönen Prinzessin fangen kann, darf er sich zu erkennen geben und die Prinzessin heiraten, wonach auch der "Eisenhans" von seinem Zauber erlöst wird.
Während der einstündigen Aufführung schlüpfte Frieder Kahlert mit Hilfe seiner bis zur Oberlippe reichenden Holzmasken in gut ein Dutzend Rollen, pendelte zwischen Klangstäben, Glockenspiel und Gongs, schlug zwischendurch die Trommel, spielte auf dem Sopransaxophon, wechselte als Kulissenschieber das Bühnenbild und betätigte sich als Licht- und Tontechniker. Immer wieder bezog der Schauspieler sein kindliches Publikum in die Handlung ein und suchte den direkten Kontakt.
So bescherte Kahlert seinen Zuschauern keine betuliche Märchenstunde, sondern eine mitreißende Show mit Schwung, Witz und zeitgemäßen technischen Raffinessen, ohne zu überziehen oder in lächerlichen Klamauk abzurutschen. Letztlich erlebten Kinder wie Lehrkräfte eine künstlerisch hochwertige Vorstellung, die mit Riesenbeifall bedacht wurde. Sie war sicherlich nicht die letzte des "Theaters Maskara" an der Volksschule Freudenberg, wie Rektor Werner Schulz abschließend ankündigte.

 


 

Frankfurter Allgemeine, Juli 2002
Küchenjunge, Gärtnergehilfe, Krieger in einem fremden Land
Vom Leichtfuß zum Helden: Frieder Kahlert spielt das Märchen "Eisenhans" im Theaterzelt am Sachsenhäuser Mainufer
Der Herr in rotem Frack und Kniebundhosen pendelt zwischen Klangstäben, Glockenspiel und Gongs, schlägt dazwischen eine Trommel an oder spielt ein paar Takte auf dem Sopransaxophon. Dazwischen erzählt er die Geschichte vom Königssohn, der trotz des väterlichen Verbots einen Waldmenschen aus seinem Käfig befreit, bei der Bewachung eines Zauberbrunnens dreimal versagt und schließlich in einem fremden Königreich die Bewährung als Küchenjunge, als Gärtnergehilfe und als Krieger schafft.
Das Grimmsche Märchen vom "Eisenhans", das Frieder Kahlert an diesem Wochenende im Theaterzelt am Mainufer vor dem Filmmuseum aufführte, ist ein bilderbuchmäßiges Ablösungsdrama, in dessen Verlauf sich die zentrale Figur vom ungehorsamen Leichtfuß zum bescheidenen Helden läutert. Dabei macht er nicht nur sein eigenes Glück, er erlöst auch die Titelfigur aus ihrem ungerechten Bann und sichert sich so zusätzlich die Legitimation für das obligatorische Happy-End an der Seite einer schönen Prinzessin. Das Abenteuer mit einer Vielzahl von unterhaltsamen Nebenfiguren ist die geeignete Herausforderung für den Einzelkämpfer auf der Bühne, sein Arsenal an Halbmasken einzusetzen. Mit einem Dutzend bis zur Oberlippe reichenden Holzgesichtern wechselt Kahlert in die Rollen von gekrönten Häuptern und Dienstboten, zusätzliche Figuren werden schnell auf einer Leine in die Szenerie gehängt. Zum Teil sind die Masken symbolisch konturiert, signalisieren Bedrohung oder Belustigung. Prunkstück ist der Eisenhans, der mit seinem von Adern durchzogenen Schädel und seiner langen Mähne auch in einem Gruselfilm mitmischen könnte. Der Spieler betreibt damit ebenso schnell den Rollenwechsel wie mit pantomimischen Einlagen oder akustischen Signalen. Und den vielfach fälligen Szenenwechsel vom Schloß zum Wald oder vom Zimmer zum Park bewältigt er mit dem im Vorübergehen aus der Kulisse gezogenen Hintergrundbildern.
Großer Aufwand wird ergänzt durch geplante Improvisation. Der Schauspieler bringt das eigene Gesicht im Panoptikum der hölzernen Charaktere als Person mit Sonderstatus ein, pflegt dabei den direkten Kontakt zum Auditorium und zieht immer wieder akustische Spuren auf den vor und hinter den Kulissen installierten Instrumenten. Mit schalkhafter Leichtigkeit macht er das Stück auch für ältere Zuschauer zu einem Vergnügen, ohne ihm damit seinen Ernst zu nehmen. JÜRGEN RICHTER

 


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